Lage, Landschaft, Mundart
| Landkarte | Fotoseite | Luftaufnahme | Gedicht: Ins´r Dörfla Roat |
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Rott im Landkreis Landsberg liegt genau zwischen Ammersee und Lech, mitten zwischen den Kreisstädten Landsberg und Weilheim. |
| Dort,
wo die Staatsstraßen von Weilheim nach Landsberg und von Dießen nach
Schongau sich etwa auf halbem Weg kreuzen, liegt, umgeben von dichten Laub- und
Nadelwäldern, das Dorf Rott mit heute etwa 1500 Einwohnern.
Der Ort mit den gepflegten alten Bauernhäusern im Ortskern und den schmucken Wohnbauten meist am Ortsrand ist eingebettet in eine hügelige Moränenlandschaft, die die letzte Eiszeit so geformt hat. Zwischen dem Rottbach, der sich in westlicher Richtung zum Lech hin am Dorf vorbeischlängelt, und der altehrwürdigen St. Ottilienkapelle am nördlichen Ortsrand liegt das Dorf an einem sanften Südhang. Besonderen Reiz erhält die Landschaft durch den Engelsrieder See, einen dunklen Moorsee ca. 2 Kilometer im Süden, durch die idyllischen Moore mit alten Torfstichen und Birkenwäldern im östlichen Teil der Flur und durch den Blick auf den Hohenpeißenberg und die Kette der Werdenfelser Alpen. Nordwestlich des Ortes erhebt sich der höchste Moränenhügel der Gegend, der Kalvarienberg. Er lädt zu einem Spaziergang ein im schattigen Wald, die Kreuzwegstationen hinauf bis zur Lichtung auf dem Gipfel, von dem aus man einen guten Blick hat über die roten Ziegeldächer, die saftig grünen Wiesen und die je nach Jahreszeit |
sich in der Farbe verändernden Ackerflächen des bäuerlichen Dorfes. Der Eichberg, wie er früher genannt wurde, ist mit 752 Metern die höchste Erhebung im Landkreis Landsberg, genau 50 Meter höher als das Dorfzentrum mit der alten Johanneskirche. Ungefähr sechs Kilometer im Südosten liegt Wessobrunn, weithin bekannt und berühmt durch das Kloster und die Wessobrunner Künstler der Barockzeit. Bis zum Lech im Westen, also bis zur Sprachgrenze Schwaben -
Bayern sind es ca. 4 Kilometer. Der Rotter Dialekt weicht von der bayerischen
Mundart deutlich ab, zu stark sind die schwäbischen Einflüsse. Der alteingesessene
Rotter spricht lechrainerisch, eine schwäbisch-bayerische Mischmundart wie
die Bewohner der vielen anderen Dörfer am sogenannten Lechrain (am Lechroa) zwischen
Schongau und Mering. K. Erhard |
Ins´r Dörfla Roat (Gedicht von K. Erhard, 1987)
Zwischa Amm´rsea und Lejch auf halb´r Streck,
wo´s hejt no Strej und Wäsa gibt an mehra Fleck,
do liegt -vom Roatbach naufworts an d´ Häng hi´broat -
a lang-g´streckts Dörfla: - ins´r Roat.
Vull Holz und Fulz gibt´s do no außa rum.
Und schaugscht auf Hoachapeißaborg noch Südn num,
noch sigscht dia Borg in ihr´r Pracht, -
sou schia hot des d´r Horrgott g´macht.
Ma ka guat in d´ Natur und naus in d´ Landschaft gia:
am Seahäusla drob und in dia Fulz isch´s allw´l schia.
Auf´n Klavarienborg ganga d´ Leit hejt ou recht geara,
do siecht ma weit und ka nou d` Vegl pfeifa heara.
Ins´re zwoa Kurchla sen bekannt weit ummadum,
weil do amol Künstl´r g´werklt ham vo Wessabrunn;
d´r Michael Merk isch sogar a Roat´r Bürger g´wesa,-
sou kan ma´s in dia alta Büach´r lesa.
Dia letschta Johr hot ma z´ Roat vull g´richt und baut,
dia Gmoa hot si alls anz´packa traut.
Schualhaus, Kanal und dia nei Kläranlag,
und d´ Ortsdurchfahrt, - dia alt Stroß war scho lang a Plag.
Scho in dia sechzg´r Johr hot da Pforr d´rauf g´schaugt,
daß ma z´ Roat a neie Kurcha baut.
Trotzdem hot ma d´ alt´ Kurcha it v´rgessa,
im Summ´r sen ou do a diaml Messa.
Hejt sen m´r z´Roat scho mehr als dausad Leit,
vull neie Häus´r baut m´r jetz in ins´r Zeit.
Des Greaß´rweara dorf ma aber ja it üb´rtreiwa.
Roat muaß a ländlich hoam´ligs Dörfla bleiwa!
Ma soll si´ kenna und z´sammhalta in d´r Gmua.
Für d´ Natur und d´ Umwelt muaß ma alles tua,
daß mi und ins´re Kind´r in ´ra schiana Huamat lejba.
- Daß des so isch, - dejs mag d´r Horrgott gejba.
(verfasst anlässlich des Ortsverschönerungswettbewerbs
1986/87)